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Meldung des Tages

Sommer, Sonne, Sicherheit (17.07.2017)

Die Urlaubsstimmung ist schnell dahin, wenn's auf der Straße kracht. Wer entsprechend vorgesorgt hat und gut versichert ist, reagiert im Schadenfall richtig und spart sich Ärger und Kosten.

Der ADAC rät, sich über die Verkehrsregeln im Urlaubsland zu informieren. In Europa sind etwa die Regelungen bezüglich Warnwesten, Lichtpflicht, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Vorfahrt, beispielsweise im Kreisverkehr, nicht einheitlich. Verkehrsverstöße werden unterschiedlich streng geahndet.

Wichtig vorab ist der Check des Versicherungsschutzes, ob unter anderem Pannenhilfe, Verschrottung und Heimtransport von Verletzen und beschädigtem Fahrzeug eingeschlossen sind. Die so genannte "Grüne Karte" sollte immer dabei sein. Dieser Versicherungsnachweis erleichtert die Abwicklung eines Schadens. Gehört das Urlaubsland zur Europäischen Union, hilft bei Schwierigkeiten in der Schadensabwicklung der Schadensregulierungsbeauftragte des Landes weiter.

Ist ein Unfall passiert, gelten die Regeln wie in Deutschland: Warnblinkanlage einschalten, sich nicht vom Unfallort entfernen, eine Warnweste tragen, die Unfallstelle absichern, Verletzten helfen und den Rettungsdienst rufen. Die Notrufnummer 112 ist europaweit einheitlich.

In jedem Fall sind das Kfz-Kennzeichen des Unfallbeteiligten, Name und Adresse des Unfallgegners sowie der Name der Versicherung zu notieren. Eine detaillierte Schadenaufnahme ist wichtig, am besten mit Fotos und Unfallskizze. Außerdem sollte der europäische Unfallbericht ausgefüllt werden, der mehrsprachig beim ADAC erhältlich ist. Die Kontaktdaten möglicher Zeugen sollten ebenfalls festgehalten werden.

In vielen Ländern kommt die Polizei nicht mehr zu Bagatellschäden. Trotzdem sollte sie zur Sicherheit vor allem bei hohem Schaden, nach Fahrerflucht, heftigem Streit oder Problemen mit den Versicherungsdaten gerufen werden.

Sofern der Urlauber verletzt wurde, sollte die Polizei das aufnehmen. Ein Arzt ist umgehend aufzusuchen, um mit dem Attest Schadensersatz- oder Schmerzensgeldansprüche geltend machen zu können.

Ratsam ist, den Zentralruf der Autoversicherer (www.zentralruf.de) sowie weitere Notfall-Nummern gespeichert zu haben.

Auch im Urlaub nicht betrunken aufs Fahrrad steigen (14.07.2017)

Urlauber, die im Ausland mit dem Fahrrad unterwegs sind, sollten die Vorschriften des jeweiligen Landes kennen. Die Promillegrenzen sind unterschiedlich und die Bußgelder teilweise sehr hoch. Der ADAC hat sie zusammengestellt.

In den meisten Ländern gelten 0,5 Promille, etwa in Belgien, Frankreich, Italien, Kroatien, Luxemburg, der Schweiz und den Niederlanden.

In Österreich liegt die Promillegrenze bei 0,8 - wer mit noch mehr Alkohol im Blut erwischt wird, muss mit drastischen Geldstrafen ab 800 Euro rechnen. Auch in Polen ist Vorsicht geboten: Dort sind sogar Haftstrafen möglich. In Tschechien liegt die Grenze bei 0,0 Promille, die Höhe des Bußgelds beginnt bei 380 Euro.

Keine Promillegrenze gibt es in Skandinavien, Großbritannien und Irland. Dort ist allerdings das Radfahren verboten, wenn man alkoholbedingt nicht mehr in der Lage ist, sicher zu fahren. Bei einer Kontrolle oder auffälligem Fahrverhalten können in Großbritannien Bußgelder bis 2.900 Euro verhängt werden. In Skandinavien richten sich die Bußgelder nach dem Einkommen.

Sicherheitsniveau auf deutschen Spielplätzen weiter unbefriedigend (28.07.2017)

Das Sicherheitsniveau auf deutschen Spielplätzen ist insgesamt weiter unbefriedigend. Aber die gute Nachricht lautet: Die Zahl schwerwiegender Mängel auf Spielplätzen, wie beispielsweise morsche, rostige und instabile Spielgeräte oder Strangulationsgefahren durch fehlerhafte Spaltmaße, ist erkennbar rückläufig. Das zeigen die bundesweiten Untersuchungen von TÜV Rheinland-Spielplatzexperten. "Die großen Kommunen haben in den letzten Jahren bei der Bewirtschaftung der öffentlichen Spielplätze einen klar erkennbaren Schritt nach vorn gemacht", sagt Ralf Diekmann, TÜV Rheinland-Experte für Produktsicherheit.

Insbesondere die Ausbildung des Personals wurde verbessert und auch die technische Ausstattung entspricht mittlerweile dem aktuellen Stand der Technik. "Heutige Kontrolleure gehen mit Tablet-PC auf die Spielplätze, dokumentieren die Mängel und senden den Bericht sofort an die zuständigen Stellen", erklärt Diekmann. "So werden Übertragungsfehler, etwa durch schlecht lesbare handschriftliche Notizen, verhindert und es kann sofort mit der Beseitigung der Mängel begonnen werden." Auch wenn mittlerweile viele Altgeräte aus den 1980er und 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von den Plätzen verschwunden sind, weisen zahlreiche Anlagen Sicherheitsmankos auf. Die größten Gefahren sind neben Verschleiß, Verschmutzung und Vandalismus weiterhin ein unsachgemäßer Aufbau der Geräte sowie Fehler bei der Wartung und Reparatur.

Ganztagsangebote erhöhen Wartungsaufwand

Betreiber von öffentlich zugänglichen Spielanlagen sind durch entsprechende europäische Normen verpflichtet, in bestimmten Intervallen die Kontrollen, Wartungen und Inspektionen durch qualifiziertes Personal vornehmen zu lassen und diese genau zu dokumentieren. Doch die Praxis zeigt, dass gerade bei kleinen und mittelgroßen Kommunen, bei Wohnungsbaugesellschaften, Kindertagesstätten und Schulen die Prüfungen auf manchen Spielplätzen gar nicht oder durch nicht fachkundiges Personal durchgeführt werden. "Durch die heutigen Ganztagesangebote bei Kindergärten und Schulen werden die Spielplätze auch intensiver genutzt. Das führt zu schnellerem Verschleiß und muss unbedingt beobachtet werden", so Diekmann. Selbst wenn alle Pflichten erfüllt werden, stellt die sorgfältigste Prüfung immer nur eine Momentaufnahme dar. Daher sollten auch Eltern, Großeltern oder Anwohner die Spielplätze im Auge behalten. Wer Schäden an Geräten feststellt, sollte den Betreiber informieren. Das gilt auch, wenn sich ein Kind verletzt hat. Die Kontaktdaten beziehungsweise Telefonnummer finden sich in der Regel auf dem Hinweisschild zur Spielanlage.

Stärkung der Passagierrechte bei Stornogebühren (13.07.2017)

Die Fluggesellschaften dürfen kein zusätzliches Entgelt für die Erstattung der personenbezogenen Steuern und Gebühren verlangen, da diese Erstattung lediglich eine Erfüllung gesetzlicher Vorgaben darstellt. Fluglinien müssen außerdem Steuern, Flughafengebühren und sonstige Entgelte transparent ausweisen.

Auch Nebenkosten transparent machen

Laut einer EU-Verordnung müssen Fluglinien ihre Preise inklusive Steuern und Gebühren angeben. Doch die Zusatzkosten, die im Laufe der Buchung mehr oder weniger transparent zum "Grundpreis" für den Flug hinzukommen, schlagen oft heftig zu Buche.

Achtung bei Flugnebenkosten

Beliebte Einnahmequellen sind Sitzplatzwahl, Beförderung von Reisegepäck, Essen und Getränke, Priority Boarding oder - im Paket - das Upgrade in die nächsthöhere Buchungsklasse. Wer diese Extras braucht, muss extra zahlen. Und so wird das vermeintliche Schnäppchen dank Zusatzkosten schnell teuer. Daher ist es grundsätzlich ratsam, vor der Buchung eines Fluges genau darauf zu achten, welche Leistungen im Flugpreis inbegriffen sind und welche zu teilweise hohen Kosten dazu gebucht werden müssen.

Kein Verständnis für Schaulustige (27.07.2017)

Ob nach einem schweren Verkehrsunfall oder einem Großbrand: Schaulustige haben nach Überzeugung von neun von zehn Bundesbürgern an Unglücksorten nichts zu suchen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" sind 93,6 Prozent der Frauen und Männer der Meinung, dass jeder, der sich nicht aktiv an den Rettungsarbeiten beteiligt, möglichst schnell die Unfallstelle verlassen sollte. Fast genauso viele (92,3 Prozent) verlangen, dass neben Polizei und Feuerwehr auch Notärzte das Recht bekommen sollten, Platzverweise gegenüber Schaulustigen auszusprechen, wenn diese sie bei ihren Rettungstätigkeiten behindern. Und sechs von zehn Deutschen (62,6 Prozent) plädieren dafür, dass die Polizei bei Unglücksfällen grundsätzlich die Personalien aller unbeteiligten Zuschauer notieren sollte, damit diese später eventuell wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden können. Allerdings glauben 85,9 Prozent der Frauen und Männer auch, dass es bei schweren Unglücken immer Schaulustige geben wird, da Neugierde einfach etwas Menschliches ist. Immerhin 38,2 Prozent empfinden es als faszinierend, Polizei, Feuerwehr oder Notärzte bei einem Einsatz live zu erleben. Wenn in der eigenen Nachbarschaft Rettungskräfte im Einsatz sind, schauen sich das 37,4 Prozent in der Regel näher an, schließlich möchte man ja informiert sein, was in der näheren Umgebung so passiert. Und fast jede/r Dritte (31,3 Prozent) räumt ein, bei Verkehrsunfällen schon mal langsam an der Unfallstelle vorbeizufahren und sich das Geschehen anzuschauen - um zu erfahren, weshalb er/sie im Stau steht. Für jeden Vierten (24,8 Prozent) ist es völlig in Ordnung, das Unfallgeschehen aus nächster Nähe zu betrachten, solange man die Rettungskräfte nicht behindert.

Bürokratie meistgenannte Schwierigkeit bei der Gründung (26.07.2017)

Administrative Hürden und Verzögerungen sind laut KfW-Gründungsmonitor die seit Jahren am häufigsten genannte Schwierigkeit bei der Existenzgründung. Jeder dritte Gründer in Deutschland nimmt bürokratische Regelungen und Pflichten als Belastung wahr. Weitere Schwierigkeiten werden in der familiären Belastung (27 %) und der Auftragsakquise (26 %) sowie in den konjunkturellen und finanziellen Risiken der Selbstständigkeit (jeweils 22 %) gesehen.

Eine Studie von KfW Research zeigt: Gründer wenden ca. 10 % ihrer wöchentlichen Arbeitszeit für die Bewältigung administrativer Pflichten auf, das entspricht zwei Stunden in der Woche (im Median). "Bürokratie kostet Gründer zwar Zeit und Nerven, deshalb werden aber kaum Gründungsprojekte abgebrochen oder Gründungspläne in der Schublade gelassen", sagt KfW-Chefvolkswirt Dr. Jörg Zeuner. Die größte Hürde in der Planungsphase sind die finanziellen Risiken, bestehende Gründungsprojekte werden vor allem aufgrund attraktiver Jobalternativen oder unbefriedigender Ertragslage wieder abgebrochen, nicht wegen Bürokratie.

Besonders häufig bemängeln die Gründer den Aufwand der verschiedenen Anmelde- und Registrierungsprozesse und die Komplexität der Besteuerung. Mehr als die Hälfte der Gründer mit bürokratischen Schwierigkeiten sieht die größte Belastung zum Zeitpunkt der Gründung in einem dieser Bereiche. Nach der Gründung rücken die Schwierigkeiten mit dem Steuersystem weiter in den Vordergrund. Auch die Einstellung von Beschäftigten bringt neue Pflichten und Schwierigkeiten mit sich.

Je nach Branche und Größe der Gründung werden bürokratische Schwierigkeiten unterschiedlich wahrgenommen. So sehen beispielsweise im Bausektor 43 % der Gründer administrative Hürden, im Handel sind es nur 28 %. Gründer mit Fremdfinanzierungsbedarf nennen weitaus öfter (45 %) Bürokratieprobleme als Gründer ohne Finanzmitteleinsatz (26 %). Im Vergleich zu jüngeren nehmen ältere Gründer grundsätzlich seltener bürokratische Schwierigkeiten wahr (nur 28 % der über 50-Jährigen).

Die neuen Maschen der Trickbetrüger (25.07.2017)

Die Tricks und Gaunereien im Urlaub werden immer einfallsreicher und begegnen Touristen überall in Europa. Verstärkt im Visier der Trickbetrüger sind teure Räder und Pedelecs, wie Berichte von ADAC Motorwelt-Lesern zeigen. Auch technisch haben Diebe aufgerüstet. Autos werden nicht mehr mit brachialer Gewalt aufgebrochen, sondern ein Störsender unterbricht das Funksignal des Schlüssels - wodurch das Auto offen bleibt. Eine weitere Touristen-Falle: Betrüger erzählen mit falschem Ausweis, dass sie bestohlen wurden und bitten Urlauber um Bargeld. Teuer bezahlen mussten Touristen dieses so genannte "Mitleidsmärchen" zum Beispiel in Frankreich, Spanien, Polen, Estland und Dänemark.

Der ADAC hat Experten-Tipps zusammengestellt, wie Urlauber mit Auto und Wohnmobil sicherer unterwegs sein können.

- Fahrraddiebstahl: Räder, auch auf dem Fahrradträger, nie unabgeschlossen stehen lassen. Vorab bei der eigenen Versicherung klären, in wie weit das Rad versichert ist. Wurde das Fahrrad entwendet, sofort die Polizei informieren. Wer seinen Anspruch bei der Versicherung geltend machen will, braucht das polizeiliche Aktenzeichen der Anzeige. Wichtig sind zudem die Seriennummer des Rads, Foto sowie Kauf- oder Reparaturbelege als Eigentumsnachweis.

- Rast: Wenn das Auto mit einem Funkschlüssel zugesperrt wird, dann vergewissern, dass der Wagen auch tatsächlich abgesperrt ist. Nicht von Fremden ablenken lassen. Das beladene Fahrzeug nicht längere Zeit unbewacht stehen lassen.

- Panne: Bei einer Panne kurz nach einer Rast oder einem Tankstopp gilt: Wagen absperren und besonders misstrauisch sein. Diebe könnten das Auto manipuliert haben. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn schnell "Helfer" auftauchen. Lieber per Handy selbst Hilfe rufen.

- Unterwegs in der Großstadt: Gepäck immer im Kofferraum und nicht auf den Rücksitzen transportieren. Sich von Fremden nicht zum Anhalten nötigen lassen. Wenn es unvermeidbar ist, Autotüren verriegeln, Fenster nur einen Spalt öffnen. Bei Mietwagen eine Zeitung in der Landessprache sichtbar ins Auto legen. Bei Einheimischen vermuten Diebe weniger Wertgegenstände im Wagen.

- Camper: Stets besser auf Camping- oder Stellplätzen übernachten. Laut den Erfahrungsberichten der ADAC Motorwelt-Leser, geschahen die meisten Übergriffe auf Park- oder Rastplätzen.

Urlauberkolonnen in alle Richtungen (24.07.2017)

Wer kann, sollte an diesem Wochenende das Auto stehen lassen. Denn mit dem Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg sind nun Urlauber aus allen Bundesländern unterwegs. Bessere Reisetage sind Dienstag und Mittwoch, da hier erfahrungsgemäß weniger Verkehr herrscht. An allen Samstagen im Juli und August gilt auf den meisten deutschen Autobahnen von 7 bis 20 Uhr ein erweitertes Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen. Auch im benachbarten Ausland sowie in Italien und auf dem Weg nach Kroatien müssen Staus und Behinderungen eingeplant werden.

Die wesentlichen Staustrecken in Deutschland:

   - Fernstraßen zur und von der Nord- und Ostsee     - A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Puttgarden     - A 2 Dortmund - Hannover - Braunschweig     - A 1 /A 7/A 23 /A 24 Großraum Hamburg     - A 3 Oberhausen - Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau     - A 4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden     - A 5 Hattenbacher Dreieck - Frankfurt - Karlsruhe - Basel    - A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg     - A 7 Hamburg - Flensburg    - A 7 Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte    - A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg     - A 9 Berlin - Nürnberg - München     - A 10 Berliner Ring     - A 11 Berlin - Dreieck Uckermark     - A 19 Dreieck Wittstock/Dosse - Rostock     - A 24 Berliner Ring - Dreieck Wittstock/Dosse     - A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen     - A 72 Hof - Leipzig     - A 81 Stuttgart - Singen     - A 93 Inntaldreieck - Kufstein     - A 95 /B 2 München - Garmisch-Partenkirchen    - A 96 München - Lindau     - A 99 Umfahrung München 
Studie: Für die Mehrheit der Deutschen ist der Leistungskatalog ihrer Krankenkasse zu undurchsichtig (19.07.2017)

Chronische Krankheiten wie Asthma, Diabetes, Parkinson oder Epilepsie bedeuten für Patienten vor allem eins: eine dauerhafte Versorgung mit Medikamenten, Medizinprodukten oder Therapien. Welche Leistungen dabei konkret von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, wissen drei Viertel der Versicherten nicht. Das zeigt die Umfrage "Transparenz von Kassenleistungen" des IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung mit Unterstützung der Coloplast GmbH. Für die repräsentative Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Toluna rund 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

Drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) haben keine Kenntnis darüber, welche Leistungen und Produkte ihnen ihre Krankenkasse im Falle einer chronischen Erkrankung anbieten würde. Privat Versicherte fühlen sich tendenziell etwas besser unterrichtet: 29 Prozent der Befragten geben an, zumindest ungefähr zu wissen, welche Leistungen ihre Krankenkasse übernehmen - bei den gesetzlich Versicherten sind es nur 20 Prozent. An dieser Stelle sehen die Befragten vor allem die Krankenkassen in der Pflicht: 80 Prozent erwarten von ihrer Krankenkasse, über ihre Leistungsansprüche informiert zu werden. Fast die Hälfte der Deutschen (49 Prozent) möchten in diesem Zusammenhang vor allem von ihren Ärzten aufgeklärt werden - Info-Materialien in Kliniken oder Praxen halten 41 Prozent für nützlich.

Und das Informationsdefizit der Deutschen geht noch weiter: Mehr als 43 Prozent der gesetzlich Versicherten wissen nicht, dass sie sich Einzelabrechnungen, zum Beispiel über die Kosten eines Klinikaufenthaltes, anschauen können. Lediglich jeder vierte Deutsche (26 Prozent) hat die Möglichkeit bereits genutzt - 18 Prozent haben diese Option noch nicht wahrgenommen, wollen aber von ihr in Zukunft Gebrauch machen.

Ebenfalls ein Thema: die Zuzahlung. Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) bemängelt, dass Aufpreiszahlungen, die sie leisten müssen, nicht nachvollziehbar und transparent erklärt werden. Dabei haben 44 Prozent der Befragten schon einmal einen Aufpreis für ein teureres Medizinprodukt, wie zum Beispiel ein Hörgerät, gezahlt.

"Die Intransparenz des Gesundheitssystems und seiner Leistungen kann den Patienten schaden", sagt Wilhelm Alms, Vorsitzender des Beirats des IMWF. "Es ist nicht auszuschließen, dass die Versicherten dadurch nicht die bestmögliche Versorgung erhalten und hohe Kosten selbst tragen müssen."

Jeder zweite Deutsche (58 Prozent) ist dauerhaft auf die Versorgung mit einem oder mehreren Medikamenten, Medizinprodukten und Therapien angewiesen. Insgesamt sind die meisten Befragten mit der medizinischen Versorgung in Deutschland zufrieden (66 Prozent). Allerdings sagen auch immerhin 39 Prozent, dass sie im Falle einer Krankheit nicht ausreichend von dem Gesundheitssystem unterstützt werden.

Mehr als ein Drittel der Deutschen kennt Rechte als Fluggast nicht (18.07.2017)

Zur Urlaubszeit herrscht auf vielen Flughäfen Hochkonjunktur. Fällt ein Flug aus oder verspätet er sich, steht Fluggästen unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung von bis zu 600 Euro zu. Doch mehr als jeder dritte Deutsche kennt seine Rechte in einem solchen Fall nicht. Das zeigt eine aktuelle Studie des gemeinnützigen Verbraucherportals Finanztip.

Im vergangenen Jahr wurden 20.360 Flüge gestrichen, und 5.094 Flüge landeten mehr als drei Stunden verspätet am Zielflughafen. Diese Zahlen hat der Fluggasthelfer EUclaim für Flüge von und zu deutschen Flughäfen zusammengestellt. In vielen dieser Fälle hätten Verbraucher Geld von der Airline verlangen können, denn: "Hat ein Flug mehr als drei Stunden Verspätung, haben Reisende ein Recht auf Entschädigung", erklärt Dr. Britta Beate Schön, Rechtsexpertin bei Finanztip. "Das gilt aber nur, wenn keine außergewöhnlichen Umstände wie extrem schlechtes Wetter vorliegen. Wird ein Flug gestrichen, kann man sich den Ticketpreis voll erstatten lassen oder sich anderweitig befördern lassen." Erfahren Fluggäste weniger als 14 Tage vor Abflug, dass ihr Flug ausfällt, haben sie zusätzlich Anspruch auf Entschädigung.

Jüngere kennen Rechte kaum

Um diese Rechte wahrzunehmen, müssen Verbraucher sie auch kennen. Doch nur knapp jeder sechste Deutsche ist über die aktuelle Rechtslage gut informiert. Jüngere kennen sich hingegen eher weniger aus, ergab die Finanztip-Umfrage: 41 Prozent der Unter-30-Jährigen geben an, hinsichtlich ihrer Rechte als Fluggast nicht informiert zu sein. Das hat Folgen: Insgesamt haben nur 12 Prozent aller Befragten überhaupt schon mal eine Entschädigung eingefordert und auch erhalten. "Diese Unwissenheit nützt vor allem den Fluggesellschaften", sagt Finanztip-Expertin Schön. "Würden mehr Verbraucher ihre Rechte kennen, läge die Entschädigungsquote deutlich höher." So hat mehr als jeder dritte gut informierte Verbraucher bereits eine Entschädigung erhalten.

Dienstleister helfen bei Entschädigung

Welche Ansprüche Verbraucher haben, lässt sich oft im Internet herausfinden. Finanztip hat beispielsweise einen entsprechenden Rechner entwickelt, der gleich das passende Anschreiben an die Airline mitliefert. Weigert sich die Fluggesellschaft zu zahlen, kann die Schlichtungsstelle SÖP kostenlos vermitteln. "Wer sich nicht mit dem Papierkram rumschlagen möchte, kann das auch Fluggasthelfer-Portalen überlassen", erklärt Schön. "Dafür einfach die Flugdaten auf der Website des jeweiligen Anbieters eingeben, dem Unternehmen eine Vollmacht ausstellen, dass es auf den Namen des Fluggastes tätig werden darf und die Flugunterlagen übermitteln." Gibt es eine Aussicht auf Erfolg, bietet das Unternehmen an, die Forderung durchzusetzen. Je nachdem, ob ein Fall vor Gericht geht oder nicht, zahlen die Fluggasthelfer die Entschädigung nach wenigen Wochen oder nach zwei Jahren. Im Erfolgsfall behalten die Dienstleister knapp 27 bis 30 Prozent der gezahlten Entschädigungssumme ein. Finanztip empfiehlt EUClaim, Fairplane, flug-verspaetet.de, refund.me und Flightright. Wer sein Geld sofort ausgezahlt haben möchte, kann sich an das Unternehmen EUFlight wenden; dort werden 41,65 Prozent der Entschädigung fällig.

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